Lobby-Nasen: Rücksichtslose Autobosse und befangene Politiker

Besitzer verlangen Rückabwicklung

Selbstverständlich haben sie den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt. Selbstverständlich zeigen sie nicht den Ansatz von Einsicht. Selbstverständlich hören wir von ihnen keine Entschuldigung. Selbstverständlich bereuen sie nichts. Selbstverständlich machen sie keine Zusagen und selbstverständlich legen sie kein Konzept vor. Sie lassen die Verbraucher, ihre Kunden, im Stich und führen die Politik an der Lobby-Nase herum.

Veröffentlicht am Dienstag, 01.08.2017, 11:07 von Magnus Hoffestett

FDP-Chef Lindner erhöht Druck auf Dobrindt im Dieselskandal

FDP-Chef Christian Lindner hat Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) aufgefordert, die jüngsten Vorwürfe gegen das Kraftfahrtbundesamt (KBA) schneller und umfassender aufzuklären. „Alexander Dobrindt muss schnell Klarheit schaffen, wann das Kraftfahrtbundesamt fehlerhaftes Verhalten bei Porsche entdeckt hat“, sagte Lindner der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Bislang kann er nicht klar erklären, ob es sich hier um einen standardmäßigen Dialog zwischen Unternehmen und Aufsicht oder unzulässige Einflussnahme und eine Schönung von Ergebnissen gehandelt hat“, sagte Lindner. Das Verkehrsministerium hatte den Vorwurf der Absprachen zwischen KBA und Autoindustrie am Montag bereits zurückgewiesen. Lindner zeigte sich damit aber noch nicht zufrieden. Rheinische Post

Die Spitzenmanager der deutschen Automobilindustrie haben durch betrügerisches Verhalten und mutmaßlich durch illegale Absprachen dem deutschen Volk Schaden zugefügt. Sie haben den Ruf deutscher Zuverlässigkeit mit seinem bislang wertvollen Siegel „Made in Germany“ national und international ruiniert. Wer in den letzten Tagen die verharmlosenden Äußerungen eines Matthias Wissmann, des Präsidenten des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), ertragen musste, weiß, wohin beim Diesel-Gipfel am Mittwoch die verstaubte Reise gehen soll: Der Staat soll diese unverschämte Gier, die durch die Abgasmanipulationen dokumentiert wird, auch noch gefällig bedienen – mit Förderprogrammen für saubere Diesel, staatlichen Umstiegsprämien, Investitionszulagen für die bislang im Vergleich zu anderen Kontinenten verschlafene E-Mobilität und mit einer Garantie für den Verzicht auf Fahrverbote, wenn man mit ein paar kleinen Software-Regulierungen den Skandal für beendet erklärt. Dass automobile Ministerpräsidenten wie Horst Seehofer (CSU, BMW) und Stephan Weil (SPD, VW), die man – selbstverständlich – für befangen erklären muss, solche abgasverseuchten Ideen längst aufgegriffen haben, vergiftet die politische Landschaft erheblich.

Dem hilflosen Verkehrsminister Alexander Dobrindt fällt lediglich ein, seine von ihm verhätschelte Automobilindustrie in etwas schärferer Tonart zu ermahnen. Er spricht von der „verdammten Verantwortung“, die die Konzernchefs hätten. Alle Achtung, bei so viel Wortgewalt werden die Herren nun zittern. Prompt steht das dem Minister unterstellte Kraftfahrt-Bundesamt im Verdacht, von den manipulierten Abschalteinrichtungen Porsches gewusst zu haben. Ein Sprecher des Bundesverkehrsminisierums weist das – selbstverständlich – zurück. Da sitzen ja am Mittwoch die richtigen Krisenmanager zusammen, um ihre verdammte Verantwortung wahrzunehmen. Es geht hier um Verbraucherschutz, der in einem Ausmaß ab absurdum geführt wurde wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Es geht um unsere Reputation in überlebenswichtigen Fragen wie Klimaziele und Sicherheit von Arbeitsplätzen.

Es geht um das Ansehen unseres Landes. Es geht um Vertrauen, also ausgerechnet um das Wort, das die Politik so gerne und so inflationär strapaziert und dick auf ihre dämlichen Wahl-Plakate schreibt. Angesichts der Schwere der Tat dieser rücksichtslosen Autobosse hätte man – selbstverständlich – erwarten dürfen, dass die belogene und betrogene Bevölkerung bei einem solchen Diesel- und Krisengipfel erstrangig vertreten wird: von der Bundeskanzlerin persönlich. Doch sie fehlt. Bernd Mathieu – Aachener Zeitung

Porsche Dieselskandal – Anwälte kündigen Klageflut für Cayenne und Macan an

Die in dem Abgasskandal führende Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat eine Klage für einen Fahrer eines Porsche Cayenne eingereicht. Der Kläger begehrt von der Porsche AG und seinem Porschezentrum die Rückabwicklung des Vertrages. Er fühlt sich durch den Abgasskandal von Porsche betrogen. Nachdem zuletzt der Spiegel berichtete, dass in dem Porsche Cayenne eine illegale Abschalteinrichtung gefunden worden sei und das Verkehrsministerium einen Rückruf des Modells Porsche Cayenne sowie einen Zulassungsstopp anordnete, sind viele Besitzer des Porsche Cayenne und der anderen Modelle wie Panamera Diesel und Macan Diesel verunsichert.

Mehr als 100 Besitzer von verschiedenen Porsche Modellen (Cayenne, Macan, Panamera) wandten sich bereits an die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, um ihre Rechte gegenüber Porsche geltend zu machen. Gerade die Besitzer der teuren Fahrzeuge von Porsche sind besonders enttäuscht, weil sie sich bewusst für die Marke Porsche entschieden haben aufgrund deren besonderer Zuverlässigkeit. Nunmehr müssen sie in Angst leben, ob ihr Fahrzeug auch vom Abgasskandal betroffen ist. Dies wollen sich die Geschädigten nicht gefallen lassen und machen Ihre Ansprüche geltend. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH wird zahlreiche weitere Klagen einreichen.

Den Porschehändlern wird vorgeworfen, mangelhafte Fahrzeuge geliefert zu haben. Nach Ansicht der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH können die Kläger daher den Rücktritt vom Kaufvertrag erklären, ohne eine Frist zur Nachbesserung gesetzt haben zu müssen. Sie müssen dann den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung zurückerhalten. Die Kanzlei hat bereits im eigentlichen VW-Abgasskandal mehr als 3.300 Klagen gegen VW und Händler eingereicht und bereits zahlreiche Urteile zu Gunsten der Geschädigten erstritten. Dabei wurden zahlreiche Händler verurteilt, die manipulierten Fahrzeuge zurück zu nehmen. Die Volkswagen AG wurde zu Schadensersatz verurteilt. Der Porsche AG wird vorgeworfen, die Kunden vorsätzlich sittenwidrig geschädigt und außerdem gegen EU-Recht verstoßen zu haben.

Auch diesbezüglich hat die Kanzlei bereits zahlreiche Urteile zu Gunsten von Geschädigten im eigentlichen VW-Abgasskandal erstritten. Rechtsanwalt Dr. Ralf Stoll, der die Verfahren federführend führt, teilt mit: „Die Gerichte haben in den letzten Monaten im eigentlichen VW-Abgasskandal immer mehr zu Gunsten der Geschädigten entschieden. Porsche Besitzern ist daher dringend anzuraten, Ihre Ansprüche geltend zu machen. Die Chancen vor Gericht sind sehr gut. Es ist nicht zu empfehlen, ein angebotenes Softwareupdate aufspielen zu lassen. Vielmehr sollten die Geschädigten ihre Rechte wahrnehmen und gegen die Porsche AG vorgehen.“ Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

DasParlament

3 Meinungen bis jetzt. Fühlen Sie sich frei der Diskussion beizutreten.

  1. Anonymous Dienstag, 15. August 2017, 20:59 um 20:59 - Reply

    Nur BLAU kann uns noch retten.

  2. Anonymous Samstag, 5. August 2017, 21:05 um 21:05 - Reply

    Asylstopp, raus, raus, raus!!!
    Es ist mehr als genug!
    Merkel steht mit Logen im Bunde die den Untergang der Deutschen beschlossen haben!!!
    Alles nachzulesen für Interresierte!

  3. Anonymous Mittwoch, 2. August 2017, 15:03 um 15:03 - Reply

    Ach, Schwachmat Lindner, 3x in der freien Wirtschaft Konkurs gemacht und hier gibt der Idiot einen Exkurs über wirtschaftliche Zusammenhänge….. Zahlen Sie mal lieber Ihre Schulden an Ihre Gläubiger zurück, die Sie um ihr Hab und Gut gebracht haben! An Ihnen, Herr Lindner, sieht man: Scheiße ist quasi unvergänglich; Sie sind ein Wichser!

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