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Linke wirft Regierung Dramatisierung des Fachkräftemangels vor

Deutschland braucht nicht irgendeine Zuwanderung

Dass Deutschland für seinen Arbeitskräftebedarf in den nächsten 40 Jahren jährlich mindestens 260.000 Einwanderer benötige, sei alarmierend, kommentiert Klemens Kindermann. Um das Problem zu lösen, brauche es aber nicht irgendeine Zuwanderung, sondern eine Strategie. Diese lasse die Bundesregierung bisher vermissen.¹

Die Linksfraktion im Bundestag hat der Bundesregierung eine Dramatisierung beim Fachkräftemangel vorgeworfen und die Notwendigkeit des Fachkräftezuwanderungsgesetzes in Frage gestellt. „Die Bundesregierung dramatisiert wider besseres Wissens den Fachkräftemangel. Ihr Fachkräfteeinwanderungsgesetz steht auf tönernen Füßen“, sagte Vize-Fraktionschefin Susanne Ferschl der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Ferschl beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion, wonach nur in sieben von 144 Branchen die Zahl der offenen Stellen die Zahl der Arbeitslosen übersteigt. Noch nicht einmal in den MINT-Berufen (Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik) ist die Zahl der offenen Stellen niedriger als die Zahl der Arbeitslosen.

Dramatisch allerdings sieht es in einigen Handwerksberufen aus. So gab es im Jahresdurchschnitt 2018 in den Bereichen „Mechatronik und Elektrik“ 28.000 mehr offene Stellen als Arbeitslose. Bei „Klempnerei und Installation“ betrug die Differenz 11.000, und im Fahrzeugbau 8.800 – wie aus der Antwort der Bundesregierung hervorgeht. Aus Sicht der Linken sind die Ursachen erfolgloser Personalsuche der Unternehmen „häufig schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne“, wie Ferschl betonte. Im Fachkräftezuwanderungsgesetz sieht sie ein Einfallstor für schlechtere Arbeitsbedingungen: „Deutschland braucht Zuwanderung. Konkurrenz und Unterbietung auf dem Arbeitsmarkt brauchen wir nicht.“²

Fachkräftemangel bremst Wachstum

Die deutsche Wirtschaft kann momentan wenig aufhalten – weder die Brexit-Verhandlungen noch Donald Trump. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) rechnet daher mit einem robusten Wachstum von zwei Prozent im kommenden Jahr. Fehlende Fachkräfte werden aber immer mehr zu einer hausgemachten Wachstumsbremse.

Die Konjunkturdynamik könnte noch stärker sein, doch der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften bremst die Unternehmen. Viele arbeiten bereits am Limit – gut ein Drittel spricht sogar von einer Überauslastung. 47 Prozent der Firmen bestätigen, dass fehlende Fachkräfte die Produktionsmöglichkeiten begrenzen. Unter den Betrieben, die bereits eine Überauslastung feststellen, sprechen sogar zwei Drittel von einem Fachkräftemangel. Das Fehlen von qualifizierten Mitarbeitern hemmt zudem die Investitionsanreize: „Die Unternehmen würden in Deutschland mehr in Sachkapital und Technologie investieren, wenn sie mehr Fachkräfte in den meisten Wirtschaftsbereichen zur Verfügung hätten“, sagt IW-Direktor Michael Hüther.³

¹Klemens Kindermann – Deutschlandfunk ²Partei Die Linke im Bundestag ³Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

1 Kommentar

  1. Anonymous

    Wer wählt die Linken–die Nachkommen der SED??? hatten die Leute nicht genug davon in der DDR?? es gibt anscheinend noch die Kommunisten die zusammen mit den Sozialisten (SPD) und Grünen ( m.E. beide zusammen in grossen Teilen der Ideologie politische Nachkommen der NSDAP – die linksextrem waren– die waren ja die Sozialisten- nicht rechtsextrem) ) Deutschland zerstören wollen und eine DDR 2-0 errichten wollen — sogar Mitglieder der CDU und FDP sind auch in deren Ideologie verfangen— gefährlich—

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