Ein Mob stürmte das Gelände des Tbilisi Pride Fest und erzwang die Absage der Veranstaltung

Hunderte von Demonstranten für die Rechte von Homosexuellen strömten auf ein LGBT-Festival in der georgischen Hauptstadt, zerstörten die Bühne, legten Feuer und plünderten die Bar der Veranstaltung.

Tiflis, Georgien – Hunderte von Demonstranten für die Rechte von Homosexuellen stürmten am Samstag ein LGBT-Festival in der georgischen Hauptstadt, zerstörten die Bühne, legten Feuer und plünderten die Bar der Veranstaltung.

Die Teilnehmer des Tiflis Pride Fests seien sicher vom Tatort evakuiert worden, sagte Georgiens stellvertretender Innenminister Aleksandre Tarakvelitze. Die Organisatoren des Festivals haben die Menschen gebeten, nicht in den Seepark zu kommen, in dem die Veranstaltung stattfinden wird.

Nach Schätzungen georgischer Nachrichtenmedien marschierten rund 5.000 Menschen zu der Baustelle. Viele von ihnen schwenkten georgische Flaggen und trugen religiöse Symbole.

Die Feindseligkeit gegenüber sexuellen Minderheiten, vor allem gegenüber orthodoxen Christen, ist in Georgien groß, und bei einigen früheren LGBT-Veranstaltungen kam es zu gewaltsamen Störungen.

Tarakvelitze sagte, die Polizei habe versucht, die Demonstranten aufzuhalten, sei aber nicht in der Lage gewesen, sie alle aufzuhalten.

Doch die Veranstalter kritisierten die Polizei als wirkungslos und sagten in einer Erklärung: „Die Polizei hat die Zufahrtsstraße zum Festivalgelände nicht blockiert, um eine Besatzergruppe aufzuhalten.“ Die Polizei wandte keine unverhältnismäßige Gewalt gegen die Angreifer an.

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