Trump-Wahlkampf: Geld kauft sich seine Politik

Wahlkampf von Donald Trump

Trump ist der Frankenstein-Kandidat. Hartnäckig führt Donald Trump in Umfragen das Kandidatenfeld der US-Konservativen für die Präsidentschafts-Nominierung an.

Veröffentlicht am Freitag, 07.08.2015, 8:16 von Domenikus Gadermann

Der Klamauk der republikanischen Vorwahl-Kämpfer lässt fast vergessen, worum es geht: Die Entscheidung über die Nominierung eines Kandidaten, der für das mächtigste Amt der Welt antritt. Gemessen daran hat sich nicht nur Donald Trump disqualifiziert. Das gesamte Bewerberfeld muss sich vorhalten lassen, einen ernsthaften politischen Wettbewerb in ein unwürdiges Spektakel verwandelt zu haben. Statt mit guten Ideen konkurrieren kindische Männer mit bizarrem Gedöns. Der eine zerdeppert sein Telefon mit einem Golfschläger, der nächste röstet Bauchspeck auf dem Gewehrlauf und wieder ein anderer geht mit der Kettensäge gegen Steuergesetze vor. Wirklich? Die Auswahl des nächsten US-Präsidenten zu einer Art Reality-TV verkommen zu lassen, entspricht nicht der Bedeutung des Amtes. Aber erklärt, warum ein Fernseh-Star, der sich auf Klamauk versteht, das Feld am Vorabend der ersten nationale Kandidaten-Debatte anführt. Von Thomas Spang Mittelbayerische Zeitung

Geheuchelte Empörung

Passend zum Thema

Sie werden ihn nicht los. Hartnäckig führt Donald Trump in Umfragen das Kandidatenfeld der US-Konservativen für die Präsidentschafts-Nominierung an. Trump ist der Frankenstein-Kandidat. Erschaffen von der Republikanischen Partei, die in den vergangenen Jahren so ziemlich jede Schwelle des politischen Anstands überschritten hat. Warum sollte der pöbelnde Populist mit seinem geschmacklosen Angriff auf den Kriegsveteranen McCain gegen die Etikette verstoßen haben, wenn die Republikaner 2004 das gleiche mit dem Vietnam-Helden Kerry machten, als dieser für das Weiße Haus antrat? Wie auch die Empörung über Trumps Mexikaner-Hetze geheuchelt ist. Die Partei, deren Tea-Party-Flügel im Kongress die Einwanderungs-Reform verhinderte, versucht seit Jahren aus den dumpfsten Gefühlen der Wutbürger politisches Kapital zu schlagen. Persönliche Beleidigungen gegen Präsident Obama inbegriffen. Weil die Empörung des Partei-Establishments so wenig glaubwürdig ist, kann sich der Polit-Clown vor der ersten mit Spannung erwarteten Präsidentschaftsdebatte am 6. August an der Spitze behaupten. Angriffe gegen ihn lassen Trump dabei erst richtig zur Hochform auflaufen. Mittelbayerische Zeitung

USA: 400 Familien sind für 50% des Geldes verantwortlich, das bislang für die Kandidaten des 2016er Präsidentschaftswahlkampfs gesammelt wurde

Seitdem Michael Krieger, seinen Blog libertyblitzkrieg.com im Jahr 2012 startete, war es eines seiner Hauptziele die Leser davon zu überzeugen, dass das amerikanische Regierungssystem nicht das ist, was uns in der Schule und durch die im Besitz von Oligarchen befindliche Mainstreampresse gesagt wird. Da das Land in dieser Art und Weise von soziopathischen und korrupten Oligarchen übernommen wurde und eine neo-feudale moderne Leibeigenschaft entstand, haben sich die Chancen für einen steigenden Lebensstandard für die überwiegende Mehrheit der Menschen schnell zu einem Wunschtraum entwickelt.

Er glaubt, viele Leser schätzten seine Warnungen, aber erst eine akademische Studie der Princeton und der Northwestern University bewies das Ganze sachlich, so dass es nun für viele Menschen unbestreitbar geworden ist. Hier ein kurzer Auszug aus einem Beitrag mit dem Titel Neue Studie aus Princetin und Northwestern beweist es: Die USA sind eine Oligarchie:

Trotz der scheinbar starken empirischen Unterstützung in früheren Studien für die Theorie der Mehrheitsdemokratie, zeigen unsere Analysen, dass die Mehrheiten der amerikanischen Öffentlichkeit tatsächlich wenig Einfluss auf die Politik, die unsere Regierung verabschiedet, besitzt. Amerikaner genießen viele Dinge, die von zentraler Bedeutung für eine demokratische Regierungsführung sind, wie regelmäßige Wahlen, Meinungsfreiheit und Vereinigungsfreiheit und eine weit verbreitete (falls noch darum gekämpft wird) Wahlberechtigung. Aber wir glauben, wenn die Politikgestaltung durch mächtige Business-Organisationen und eine kleine Anzahl von wohlhabenden Amerikanern dominiert wird, dass dann Amerikas Ansprüche eine demokratische Gesellschaft zu sein ernsthaft bedroht sind.

Seit dieser Studie bemerkte Krieger, dass mehr und mehr Menschen öffentlich zugeben, dass die USA nichts weiter als eine Oligarchie ist. Auch der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter sagte das in der vergangenen Woche.

Seiten: 1 2

Ihre Meinung ist wichtig!