Donald Trumps Personalpolitik gibt Anlass zur Sorge

Posted on Dez 12 2016 - 10:09am by Gudrun Wittholz

Für Trumps Wähler stellt sich das allerdings anders da: Im Wahlkampf hatte der Immobilienmogul Hillary Clinton vorgeworfen, sie sei von der Wall Street gesteuert. Nun machen der Milliardär und die Finanzelite gemeinsame Sache. Vermutlich nicht zum Nutzen der Industriearbeiter im mittleren Westen. Der Außenminister von Exxon-Mobil, der über keine politische Erfahrung verfügt und beste Beziehungen zu Wladimir Putin verfügt, vermag außerhalb der USA schon eher zu beunruhigen. Das gilt auch für die CIA-Aussage, russische Hacker hätten Trump im Wahlkampf unterstützt: Wir dürfen fest davon ausgehen, dass Moskau auch bei der Bundestagswahl versuchen wird, verdeckt Einfluss zu nehmen. Was zusammengenommen bedeutet: Panik ist immer schädlich, aber zu Optimismus besteht auch kein Anlass. Harald Ries – Westfalenpost

Donald Trumps Mannschaft

Der langjährige Kongressabgeordnete und zweifache Bewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur, Dr. Ron Paul, zeigt sich in seiner jüngsten Analyse auf www.misesde.org hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung der US-Außenpolitik zwiespältig. Donald Trump versprach im Wahlkampf eine neue Außenpolitik: Der Sturz anderer Regierungen und das sogenannte „Nationbuilding“ sollen unter seiner Präsidentschaft der Vergangenheit angehören. Wenn Trump sich an sein Wahlkampfversprechen hält, so Dr. Paul, „wäre das eine höchst willkommene Kehrtwende, wenn man die Schneise der Verwüstung betrachtet, die seine beiden Vorgänger außenpolitisch hinterlassen haben.“

Allerdings scheinen Trumps erste Personalentscheidungen eine andere Richtung anzudeuten. Der zukünftige nationale Sicherheitsberater, Ex-General Michael Flynn, war in seinen Äußerungen ebenso ein Hardliner wie Trumps Besetzung für das Amt des CIA-Chefs, Mike Pompeo, oder der künftige Verteidigungsminister, General James Mattis. Alle sparten nicht mit kriegerischen Worten und heftigem, verbalen Säbelgerassel in Richtung Iran. Paul empfiehlt, Trump nicht nur beim Wort zu nehmen, sondern gegebenenfalls auch auf selbiges zu bestehen. Die Besetzung des Außenministeriums sieht er dabei als Schlüsselelement: „Sollte Trump es den Neokonservativen erlauben, das Außenministerium an sich zu reißen, wird es für ihn bedeutend schwieriger sein, seine Versprechen zu halten“, so Dr. Paul abschließend.

„In der Tat sind Trumps Versprechen, sein Verhalten und seine bisherige Personalauswahl in vielerlei Hinsicht ambivalent“, fügt Andreas Marquart, Vorstand des Ludwig von Mises Instituts Deutschland, an. „Manches klingt sehr vernünftig, über anderes hingegen kann man nur den Kopf schütteln. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich Trump überhaupt von den Wünschen und Ansprüchen ’seiner‘ Partei freimachen kann. Schließlich ist der US-Präsident kein absoluter Monarch, sondern tief in ein parlamentarische System namens Kongress eingebettet, das noch dazu im Herzen der Lobbyisten-Stadt Washington D.C. liegt. Metaphorisch gesprochen sitzt Donald Trump damit als Präsident genau in dem Sumpf, den er als Wahlkämpfer auszutrocknen versprach.“ Wordstatt GmbH

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  1. Anonymous Dienstag, 13. Dezember 2016, 10:36 at 10:36 - Reply

    Trump is a very good Fellow, better than Merkel.

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