Deutsche Waffen für Terrormilizen in Syrien

Westliche Terror-Sponsoren

In Aleppo kämpfen islamistische Aufständische auch mit deutschen Waffen und deutscher Ausrüstung gegen die syrische Armee. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung junge Welt in ihrer Donnerstagausgabe.

Veröffentlicht am Montag, 28.11.2016, 13:17 von Magnus Hoffestett

Es gibt keinen Grund, die Haltung der internationalen Gemeinschaft in Bezug auf die Ereignisse in Syrien zu rechtfertigen. Russland, China und Iran unterstützten den Diktator Baschar al-Assad in Damaskus. Die EU verschärft diese Situation weiter, indem sie das bisher für Syrien bestehende Waffenembargo aufhebt, um die Opposition in Syrien mit Waffen beliefern zu können.Dies bedeutet eine Eskalierung des blutigen Bürgerkrieges unter dem die Zivilbevölkerung am meisten leidet. Kurdische Gemeinde Deutschland

Chef der syrischen Kurden fordert Stopp der deutschen Hilfe für die Türkei

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Der Kovorsitzende der kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) in Syrien, Saleh Muslim Mohamad, hat einen Stopp der deutschen und europäischen Unterstützung für die Türkei gefordert. Im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung junge Welt sagte er, insbesondere die Ergebnisse der Luftaufklärung durch deutsche »Tornados« über Syrien dienten Ankara für den Kampf gegen die Kurden. »Die Türken haben nach wie vor gute Beziehungen zum Daesch (Islamischer Staat, IS), an den sie Zieldaten weitergeben. Zum anderen nutzen sie die Aufklärungsergebnisse für ihre eigenen Angriffe auf die kurdischen Gebiete«, so Saleh Muslim.

Von der deutschen Bundesregierung verlangte der kurdische Politiker, die Waffenlieferungen an die Türkei einzustellen. Zudem solle sich Berlin dafür einsetzen, die Milliardenhilfen der EU für Ankara zu beenden. Ansonsten drohe in der Region eine weitere Zuspitzung, warnte der PYD-Chef. »Eine ungeschickte Bewegung und die Situation in Syrien droht international zu eskalieren. Deutschland kommt hier eine große Verantwortung zu.«

Sprecher der syrischen Armee präsentierten der jW-Korrespondentin Karin Leukefeld in Aleppo unter anderem Präzisionsgewehre von Heckler & Koch sowie teilweise noch originalverpackte Gasmasken des Lübecker Unternehmens Dräger. Erbeutet wurde die Ausrüstung bereits im August nach der Rückeroberung von Beni Seid durch die syrische Armee. Das im Norden Aleppos gelegene Viertel war bis dahin durch eine unter dem Kommando der dschihadistischen Nusra-Front stehende Gruppe kontrolliert worden.

Der Osten von Aleppo wird von zahlreichen Rebellengruppen kontrolliert, darunter neben der Nusra-Front auch die Milizen Ahrar Al-Scham und »Islamischer Staat«. Deren Anhänger werden in der Bundesrepublik als Unterstützer terroristischer Vereinigungen strafrechtlich verfolgt. junge Welt

Die Militäroperation in Aleppo hat deshalb begonnen, weil Sponsoren des Terrorismus im Westen und der Region sämtliche Kanäle für den politischen Dialog blockieren, wie Brigadegeneral Samir Sulejman, amtlicher Sprecher des syrischen Verteidigungsministeriums, im Sputnik-Interview mitteilte.

„Wir haben den Beginn der Militäroperation in Aleppo verkündet, nachdem alle Kanäle für einen politischen Dialog versperrt wurden. Als die Länder im Westen und im Nahen Osten, die die Terroristen unterstützen, die Türen für einen Dialog schlossen, mussten wir militärisch handeln“, so Sulejman.

Was die syrische Militäroperation in Aleppo betrifft, so werde die Armee „ihre Pläne nicht bekanntmachen“. Der General betonte hierzu nur, es sei nicht einfach für die Regierungstruppen in den östlichen Teilen der Stadt, weil „die Terroristen jedes Wohnhaus als Zuflucht nutzen“. Bislang könne auch nicht abgeschätzt werden, wie lange die Operation dauern werde, so Sulejman.

„Wir können bestätigen, dass sie fortgesetzt wird, und nicht beendet ist. Das heißt jedoch nicht, dass die Operation zurzeit im gleichen Tempo läuft wie am Anfang. Bei Militärhandlungen gibt es immer bestimmte Phasen, die von den Bedingungen vor Ort abhängen. Manchmal auch von der politischen Lage“, sagte der General. Als Russland eine Waffenruhe einführen wollte, erläutert Sulejman weiter, „vielleicht im Rahmen bestimmter internationaler Vereinbarungen, hat die syrische Armee Verständnis gezeigt und der Waffenruhe für mehrere Tage und Stunden eine Chance gegeben. Aber wenn das zu Ende ist, geht die Militäroperation weiter und wird dann nicht beendet“. Sputnik Deutschland

Syriens Regierungstruppen nehmen Nordteil von Ost-Aleppo ein

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  1. Anonymous Sonntag, 19. Februar 2017, 1:32 um 1:32 - Reply

    Wer Waffen und Munition produziert will sie verkaufen. Was fängt man mit gekauften Waffen anderes an als sie zu gebrauchen.

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