Türkisierung Deutschlands stoppen

Krieg der Worte

Angesichts der fortschreitenden Provokationen und Beschimpfen aus Ankara, ist es notwendig, die Türkisierung Deutschlands zu stoppen. Die Türkei entfernt sich immer weiter von Europa. Nur die Rücksicht auf den Flüchtlingsdeal hindert die EU-Spitze daran, endlich klarzustellen, dass Erdogan mit seiner Politik die Tür zur EU endgültig zuschlägt.

Veröffentlicht am Sonntag, 19.03.2017, 11:36 von Gudrun Wittholz

Derzeit vergeht praktisch kein Tag ohne neue, wüste Attacken eines türkischen Politikers gegen die Europäische Union in ihrer Gesamtheit oder gegen einzelne Mitgliedsstaaten. Obwohl sich die Türkei formell immer noch im Status eines Beitrittskandidaten befindet, lassen Erdogan und seine Vasallen keine Gelegenheit aus, ihre fanatischen Anhänger gegen Europa zu mobilisieren. Letzter Höhepunkt in diesem unwürdigen Trauerspiel ist die Drohung des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu, der den Ausgang der Wahlen in den Niederlanden mit folgenden Worten kommentierte: „Sie haben alle dieselbe Mentalität. Und diese Mentalität wird Europa an den Abgrund führen.

Bald könnten und werden Religionskriege in Europa beginnen.“  Parallel zu diesem Krieg der Worte machen die Anhänger Erdogans unter Auslandstürken Stimmung für das Referendum am 16. April, bei dem Präsident Recep Tayyip Erdogan zum Alleinherrscher auf Lebenszeit gekürt werden soll. Sie verletzen bei ihrem Werbefeldzug diplomatische Usancen – wie in den Niederlanden – und versuchen bei jeder sich bietenden Gelegenheit und meist gegen den Willen der Gastländer, ihre Landsleute zu beeinflussen. Die Gesandten des künftigen Diktators vom Bosporus pervertieren dabei demokratische Grundhaltungen, indem sie für sich Werte wie Rede- und Meinungsfreiheit in Anspruch nehmen, um in ihrer Heimat ein politisches System zu etablieren, das genau diese Werte nicht nur mit Füßen tritt, sondern gänzlich abschafft.

Kein Wunder also, wenn in Europa der Widerstand gegen die türkische Willkür wächst. In Innsbruck zum Beispiel genügt der begründete Verdacht, dass eine Kulturveranstaltung als Bühne für eine politische Kundgebung missbraucht werden könnte, um die Veranstaltung zu verbieten. Gleichzeitig arbeitet die Bundesregierung an einer gesetzlichen Regelung, die Wahlkampfauftritte ausländischer Politiker in Österreich generell unterbinden soll. Dass viele EU-Staaten in der Ablehnung der aktuellen Politik Ankaras einig sind und in Anlassfällen ähnlich reagieren, ist ein weiterer Beweis dafür, wie sehr die türkische Aggressivität Missfallen erregt.

Lediglich die EU-Spitze selbst reagiert noch immer verhalten auf die Provokationen Erdogans. Die Rücksicht auf den Flüchtlingsdeal scheint Juncker und Tusk davon abzuhalten, den Türken mit aller Härte zu sagen, was Sache ist: dass die Tür zu Europa (und allen damit verbundenen Vorteilen bzw. Zusagen!) mit dieser Art von Politik auf Dauer verschlossen bleiben wird. Mario Zenhäusern – Tiroler Tageszeitung

Flüchtlingsdeal mit der Türkei als politischer Realität: Faktenzwang

Ein Jahr gibt es nun den Deal mit der Türkei, die versprach, der EU die Flüchtlinge vom Leib zu halten. Fast ebenso lange droht Ankara mit Kündigung, um seinen Interessen Nachdruck zu verleihen. Und auch die Warnungen, sich von Erdogan nicht erpressen zu lassen, werden von Argumenten gegen den Deal begleitet. Und doch: Was brächte eine Kündigung außer neuem Chaos und Missklang im Wettbewerb der schrillen Töne? Zwischen zwei und drei Millionen Menschen sind in der Türkei gestrandet. Die EU hat längst Tatsachen geschaffen. Menschen werden an der griechischen und der bulgarischen Grenze zurückgeschickt, wenn sie den Landweg wählen, die Balkanroute ist versperrt. Zur See ist die NATO zum »Schutz der EU-Außengrenze« in Stellung gegangen, in Griechenland harren die Menschen seit Monaten in Hotspots aus, die offenbar nicht einmal »Lager« zu nennen sind.

Was würde geschehen, wenn der Vertrag gekündigt würde? Die betroffenen Menschen würden vermutlich bleiben, wo sie sind. Wenn ihnen nicht in gleichem Moment die EU-Grenzen geöffnet würden, dürfte sich ihre Lage weiter verschlechtern, denn Ankara erhielte keine Gelder mehr. Vielmehr sollte die EU darauf achten, dass diese auch fließen und so eingesetzt werden, dass Kinder in den Lagern der Türkei nicht arbeiten müssen, weil das erbärmliche Leben ihrer Familien keinen anderen Ausweg lässt. Vielleicht wäre es Zeit für ein neues Abkommen mit Ankara. Eines, das die Betroffenen nicht zur Verhandlungsmasse degradiert, sondern Perspektiven gibt. neues deutschland

Erfolg sieht anders aus

Es ist nicht verwunderlich, dass die EU-Kommission den vor einem Jahr geschlossenen Flüchtlingspakt mit der Türkei lobt. Statt knapp einer Millionen Menschen kamen demnach nur noch rund 28 000 Menschen von der Türkei nach Griechenland. Die Zahl der bei der Flucht gestorbenen Menschen sank von 1145 auf 80. Vor allem letzteres ist sehr beeindruckend. Schön wäre es allerdings gewesen, wenn die Kommission nicht nur Daten geliefert hätte, die ihr ins Konzept passen. Was ist mit jenen Tausenden, die einen anderen Weg nach Europa genommen haben, nachdem die EU-Staaten die Balkanroute dicht gemacht hatten? Und sind auf den unterschiedlichen Wegen nach Europa tatsächlich weniger Menschen umgekommen? Zu einer ehrlichen Bilanz gehört auch der politische Preis, den die EU zahlen muss – etwa die Abhängigkeit von der Türkei. Die EU-Verantwortlichen müssten auch sagen, dass der Pakt der Abschottung Europas dient. Doch das hört sich nicht so gut an wie die Zahlen mit der positiven Botschaft. Frankfurter Rundschau

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9 Meinungen bis jetzt. Fühlen Sie sich frei der Diskussion beizutreten.

  1. Anonymous Samstag, 15. April 2017, 22:35 um 22:35 - Reply

    Merkel muß weg!!!!!!!!!!!!

  2. Anonymous Dienstag, 21. März 2017, 18:29 um 18:29 - Reply

    Das Modewort „Integration“ ist inhaltsleer. Wenn ein türkischer Politiker ca. 45 Minuten vor einigen hundert sogenannten Deutschtürken sprich, dann dreht er sie um. So schnell geht das. Von Integration ist nichts zu spüren. Deutsch sind sie schon gar nicht.
    Da hilft nur Segregation. Die gibt es in stark überfremdeten Regionen seit Jahrzehnten. Im Ergebnis sehen wir umgevolkte Regionen. Wie es sich dort lebt, ersieht man aus der Zahl der Wegzüge. in eine andere Straße zu ziehen genügt nicht mehr. Man muß die Bundesrepublik verlassen.
    Seit 1991 wurden drei Millionen hochqualifizierte junge Deutsche vertrieben und alle Nobelpreisträger für Physik, Stattdessen hat man Millionen unbedarfter Muslime mit Alles-für-umsonst-Mentalität geholt. Der Haß auf die Generatioon 50+ wird vehement geschürt.
    So sieht Umvolkung aus.
    Es genügt nicht mehr,

  3. Anonymous Dienstag, 21. März 2017, 1:46 um 1:46 - Reply

    Was kann man denn machen, dass Merkel mal einen einen Eindruck bekommt, wie sie nach außen wirkt?

  4. Anonymous Montag, 20. März 2017, 0:00 um 0:00 - Reply

    Eine muslimische Partei haben wir schon und obwohl deren Vorsitzender pro Erdorgan ist und das auch in einer Sendung öffentlich sagt wird natürlich nicht der VerfassungSchutz auf ihn gehetzt wie auf die AfD

  5. Anonymous Sonntag, 19. März 2017, 20:55 um 20:55 - Reply

    Jetzt soll auf einmal die „Türkisierung“ (neue Wortkreation) gestoppt werden. Ist man türkophob geworden? Das ist aber nicht multikulti und bunt.

    • Anonymous Montag, 20. März 2017, 14:41 um 14:41 - Reply

      Multikulti und bunt gibt es nicht; es gibt vor allen Dingen Parallelgesellschaften und Menschen die sich einen Dreck um unsere Werte scheren aber alle Vorzüge und Sozialleistungen mitnehmen.
      Es ist einfach unerträglich wie sich diese türkischen Machos aus 3. oder 4. Generation in Deutschland auffüren.

  6. Anonymous Sonntag, 19. März 2017, 20:37 um 20:37 - Reply

    Religionskriege?
    Wie formulierte die Integrationsministerin: Es wird zu schmerzhaften Integrationserfahrungen kommen.
    Wir sollen wahrscheinlich tolerant und sein und es über uns ergehen lassen.
    Hat auch was Praktisches. Man wird es sich sparen können den Flüchtlingen Gleichberechtigung beizubringen.

  7. Anonymous Sonntag, 19. März 2017, 20:25 um 20:25 - Reply

    Es heißt, sie hätte vor einem Jahr zugesagt das jährlich 150000 bis 250000 syrische Flüchtlinge direkt aus der Türkei nach Deutschland übernommen würden.

    Na dann kann es ja bald losgehen mit den Religionskriegen in Bürgerkriegsmanier hier in Deutschland.
    Die Muslimischen Frauen markieren sich mit Kopftuch. Die anderen werden zu Religionskriegsfreiwild. In Köln zu Sillvester wurde schon mal geprobt. Und die Vertreter der christlichen Kirchen wettern immer noch gegen die AfD.
    Das „Kunstwerk“ vor der Frauenkirche in Dresden lässt sich auch als Teufelssymbol interpretieren. Es heißt der Teufel erscheint in Dreigestalt.

    • Anonymous Montag, 20. März 2017, 13:07 um 13:07 - Reply

      Die Kirchen müssen ihr Kapital und ihren jährlichen Zugewinn schützen und und ihren ausgiebigen Gebrauch von Kindern als Objekte verkommener kranker Phantasien weiterhin vertuschen und verschleppen.

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