Gauland: Die spinnen, die Grünen!

Grüne nicht mutig genug

Auf dem Parteitag bemühten sich Fundis wie Realos fast krampfhaft, die Jamaika-Koalition in Kiel als ein singuläres Lokalereignis ohne Vorbildcharakter kleinzureden. Dabei könnte dies am Ende die einzige Option sein, zu regieren und dafür zu sorgen, dass aus Angela Merkel wirklich eine Klimakanzlerin wird. Wenn Zukunft wirklich aus Mut gemacht wird, wie die Grünen vollmundig über ihr Wahlprogramm geschrieben haben, wäre an dieser Stelle tatsächlich mehr Mut nötig gewesen. Aber ein klares Bekenntnis zu Schwarz-Grün oder Jamaika hätte wohl den mühsam austarierten Burgfrieden zwischen den Flügeln gefährdet. So viel Mut verträgt die Ökopartei denn doch nicht. Noch nicht. Straubinger Tagblatt

Veröffentlicht am Montag, 19.06.2017, 16:00 von Uta Schmid

Nenas Hit aus den 90er Jahren „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ ist in diesem Jahr so etwas wie die Wahlkampfhymne der Grünen geworden. Die Öko-Partei hat drei Tage lang um ihr Programm zur Bundestagswahl gerungen. In der sonst so streitlustigen Partei ging es dabei ungewohnt diszipliniert, teilweise sogar harmonisch zu. Selbst ein paar wenige Entgleisungen zerstörten das Bild der grünen Eintracht kaum. Verbalattacken, wie: einfach mal die Fresse halten, einer Kreuzberger linken Grünen zum Oberrealo Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, blieben die Ausnahme.

Am Wochenende im Berliner Tempodrom trotzten die Grünen kollektiv den miesen Umfragewerten, dem schwachen Erscheinungsbild der beiden Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir und dem jahrelangen Flügelstreit. Die Erklärung dafür ist einfach. Nach fast 13 Jahren auf den Oppositionsbänken im Bundestag haben es die allermeisten Grünen gründlich satt, immer nur die Regierenden zu kritisieren, nur zu opponieren, nicht wirklich gebraucht zu werden. Sie wollen endlich wieder mitregieren, gestalten, wieder eine Zipfel von Macht in den Händen halten.

Aber die Grünen wollen zugleich nicht irgenwie mitregieren, sondern haben gleich mehrere fundamentale Hürden für eine Beteiligung an einer neuen Bundesregierung aufgestellt. Vom definitiven Abschied von der Braunkohle – nach dem Aus für die Atomkraft wird dies womöglich das grüne Kernprojekt der nächsten Jahre -, dem Ende von Verbrennungsmotoren bis 2030 oder der Absage an Massentierhaltung in der Landwirtschaft. Das alles ist ein bisschen zu flott formuliert und zu viel an Verboten. So als hätten die Grünen nichts gelernt aus der unsäglichen Debatte um einen verordneten Benzinpreis von fünf Mark aus den 90er Jahren oder dem Veggie-Day aus dem Grünen-Wahlkampf von 2013. Die Grünen gerieren sich auch jetzt wieder als Verordnungs- und Beglückungspartei von Gutmenschen. Wie die große Mehrheit der Menschen in Deutschland jedoch auf diesem Weg mitgenommen werden soll, etwa sozial Schwache, die teureren Strom nicht bezahlen können, oder Automobilbauer, die um ihren Job fürchten, sagen die Grünen nicht.

Die zuletzt zutiefst verunsicherte und von Selbstzweifeln geplagte Partei sucht den Ausweg in einem ziemlich radikal ökologischen Ansatz. Doch damit verbundene gesellschaftliche, soziale Konsequenzen werden weitgehend unterschlagen. Hauptsache man hat erst einmal Hürden aufgestellt, die eher dem Parteifrieden dienen als dass sie wirklich die betroffenen Menschen mitnehmen könnten. Werden diese Hürden nicht übersprungen, wolle man in der Opposition bleiben. Sagen allerdings nur die Linken in der Grünen-Partei. Allerdings haben in Kiel machtbewusste grüne Pragmatiker wie der neu aufgehende Star der Partei und Fast-Spitzenkandidat, Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck, gerade gezeigt, wie man unter mancher Hürde aus dem Wahlkampf leicht hindurchlaufen kann.

Glaubt denn im Ernst jemand bei den Grünen, Union oder Sozialdemokraten ließen sich im Fall von Koalitionsverhandlungen im Bund auf einen solchen Ausschließeritis-Katalog einer Klein-Partei ein? Eine Zeile aus Nenas Ohrwurm haben die Grünen nun sogar zum Slogan ihres Wahlprogramms abgewandelt: Zukunft wird aus Mut gemacht, statt „Liebe wird aus Mut gemacht“ im originalen Liedtext. Den Mut, die dramatischen Umwelt-Probleme auf dem gesamten Globus und insbesondere in Deutschland ungeschminkt anzuprangern, kann man den Grünen nicht absprechen. Das können sie besser als alle politischen Konkurrenten. Mittelbayerische Zeitung

Zum Wahlprogramm der Grünen erklärt der AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland: „Im Wahlprogramm der Grünen ist so gut wie kein gesunder Menschenverstand zu finden. Besonders absurd ist die Forderung, ab 2030 keine Kfz-Brennmotoren in Deutschland mehr zulassen zu wollen. Das schadet der deutschen Wirtschaft und würde Millionen von Arbeitsplätze kosten. Bei den Grünen scheint es ab sofort zu heißen: Deutschland zuletzt.

Selbst wenn man sich die unsinnige Mühe macht, sich in den Wahnsinn der Grünen hineinzudenken: Das Ausland würde solch einen Unsinn niemals mitmachen, so dass mit dieser Maßnahme für unseren Planeten gar nichts gewonnen wäre. Solche Forderungen sind darüber hinaus rundweg unseriös, da man heute noch nicht sagen kann, ob eine technische, ökonomische und ökologische Umsetzbarkeit überhaupt zu gewährleistet ist.

Wenn die Grünen glauben, mit solchen ideologiegetriebenen Phantastereien vernunftorientierte Menschen als Wähler gewinnen zu können, kann man nur sagen: Die spinnen, die Grünen!“ Alternative für Deutschland

7 Meinungen bis jetzt. Fühlen Sie sich frei der Diskussion beizutreten.

  1. Anonymous Samstag, 1. Juli 2017, 14:42 um 14:42 - Reply

    Die Grünen. Lästig und widerlich, wie der Kot streunender Kater im frisch geharkten Gemüsebeet, bei Regenwetter.

  2. Anonymous Samstag, 1. Juli 2017, 14:11 um 14:11 - Reply

    Das mit den Grünen ist so unendlich traurig.
    Für die Umwelt, die Bienen, die Schmetterlinge,….alles gelogen.
    Nennt mir ein/e/n, der/die/ das einen einzigen einheimischen Singvogel an seinem Gesang erkennen kann. – Und den Kuckuck wollen ir mal außen vor lassen, obwohl nicht sicher wäre, dass jemand von denen das Kuckuck in Vogelstimme erkennen könnte.
    – Die verstehen mehr vom Vögeln mit Kindern!

  3. Claudia Samstag, 1. Juli 2017, 8:37 um 8:37 - Reply

    Die Grünen sind so überflüssig wie ein drittes Bein! Um Berthold Brecht zu zitieren: wess Brot ich ess, dess Lied ich sing….. Siehe den vollgefressenen Joschka Fischer, war Steine werfender Straßenkämpfer, der ehemalige Taxifahrer wurde in Turnschuhen vereidigt…. Heute: riesiges Weingut in der Toskana…. Cohn-Bendit: war von Anfang an von dieser “ Partei“ ein absoluter Befürworter für Sex mit Kindern! Claudia Roth kiffte sich mit „Ton, Steine, Scherben“ um ihren kläglichen Verstand, dieses könnte man endlos fortsetzen…..
    Ja, aber auch diese Leute haben zur stets angefüllten Futterraufe gefunden!

  4. Anonymous Donnerstag, 22. Juni 2017, 16:17 um 16:17 - Reply

    An Peter.
    Die Grünen sind nun schon lange genug dabei, und sie tun alles andere als sich für den Erhalt und die Entgiftung der Umwelt einzusetzen.
    Vieleicht war das in den Anfängen mal anders. Wenn, dann ist davon so gut wie nichts übrig.
    Und mit Nichtleugnung des Klimawandels ist noch nichts geschehen. Auch nicht, wenn man mit dem Finger auf Trump zeigt.
    Die Klimaschutzpropaganda ist scheinheilig und andere Parteien bedienen sich ihrer auch. Aber letztendlich wird sie ja der Wirtschaft und ihem Wachstum untergeordnet. Nicht wahr? Deutschlands Böden sind nitratverseucht. Glyphosat darf benutzt werden. Gesponsorte Fahrzeughersteller haben gelogen und umweltbelastende Fahrzeuge auf die Gesundheit der Bevölkerung los gelassen. …. Die Liste lässt sich lange weiter schreiben …..
    Im Übrigen sind die grünen ja jetzt eher bunt und vielfältig,…wie Kompost oder gemischter Müll.

  5. Peter Mittwoch, 21. Juni 2017, 11:57 um 11:57 - Reply

    Die Grünen machen bestimmt nicht alles richtig. Das der Raubbau an der Natur aber so nicht weiter gehen kann wird auch der Dümmste in absehbarer Zeit begreifen. Klimawandelleugner wie die AFD sind alles mögliche, nur keine Alternative.

  6. Ragnar Röck Dienstag, 20. Juni 2017, 11:18 um 11:18 - Reply

    Ich empfinde Leute wie Claudia Roth, Volker Beck, Renate Künast einfach nur als lächerliche Polit-Pappnasen.
    Die ganze „Partei“, eher eine Sekte, ist in meinen Augen (!) lächerlich – nur nicht zum lachen, eher zum heulen, aber ganz bestimmt zum kotzen.
    Steinewerfer, Polizistenprügler, Cristal-Meth-Junkies, Pädophile; die Aufzählung ist unvollständig.

  7. Blaumann Montag, 19. Juni 2017, 19:30 um 19:30 - Reply

    Grüne, nein, ich mag die nicht. Sie wollen uns bevormunden, wie s. Zt. die DDR ihre Bürger
    gegängelt hat. Die es bei den Grünen zu sagen
    haben, sind im Vergleich zu anderen Politikern
    seltsame Vögel.

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