Wagenknecht: Ohne Merkel keine Terroropfer in Deutschland

Merkels Sprache in Zeiten des Terrors

„Es sind Merkels Tote“ – Ähnlich wie Sahra Wagenknecht hatten sich kurz nach kurz nach der Lkw-Attacke auf einen Berliner Weihnachtsmarkt führende AfD-Politiker geäußert. „Es sind Merkels Tote“, schrieb etwa der AfD-Europaparlamentarier Marcus Pretzell auf Twitter. Seine Lebensgefährtin Frauke Petry legte kurze Zeit später nach: „Das Milieu, in dem solche Taten gedeihen können, ist in den vergangenen anderthalb Jahren fahrlässig und systematisch importiert worden.“

Veröffentlicht am Freitag, 06.01.2017, 7:33 von Domenikus Gadermann

Ein Video fand in diesen Tagen nach dem Berliner Terroranschlag große Resonanz im Internet: Wie Deutschlands Regierungschef wenige Stunden nach dem jüngsten Terroranschlag seinen „tiefen Zorn“ ausdrückt, wie er ankündigt, dass der Staat „mit aller Härte“ darauf reagieren wird, und wie er die Arbeit der Polizisten herausstellt, die alle seine „persönliche Rückendeckung“ hätten. So sprach Helmut Schmidt nach der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer im Herbst 1977. 39 Jahre später wieder ein Terroranschlag, nun gleich drei Kanzler-Statements in einer Woche. Aber Angela Merkel wählt eine eher distanzierte und offene Sprache.

Sie wünscht den Fahndern „gutes Gelingen“, lädt die Verantwortlichen ein, über den Stand der Erkenntnisse zu „beraten“, und kündigt an, dass die Tat „bestraft wird, so hart es unsere Gesetze verlangen“. Und sie bekennt: „Eine einfache Antwort darauf habe ich auch nicht.“ Wollen die Menschen im Angesicht des Terrors eine ratlose Regierungschefin? Oder muss sie klar sagen, was 2017 droht und was sie dagegen unternehmen wird? Selten war die Neujahrsansprache so wichtig wie jetzt. Merkel wird dafür eine andere, bessere, überzeugendere Sprache finden müssen. Gregor Mayntz – Rheinische Post

Wagenknecht gibt Merkel Mitverantwortung für Berliner Anschlag

Die Chefin der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Mitverantwortung für den Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz zugesprochen. In einem Gespräch mit dem stern sagte Wagenknecht: „Es gibt eine Mitverantwortung, aber sie ist vielschichtiger. Neben der unkontrollierten Grenzöffnung ist da die kaputtgesparte Polizei, die weder personell noch technisch so ausgestattet ist, wie es der Gefahrenlage angemessen ist.“ Ebenso fatal sei die Außenpolitik – „die von Merkel unterstützten Ölkriege der USA und ihrer Verbündeten, denen der ‚Islamische Staat‘ erst seine Existenz und Stärke verdankt“.

Wagenknecht gab im stern-Gespräch Merkel auch die Schuld für das Erstarken der rechtspopulistischen AfD. Merkel habe bei ihrer Flüchtlingspolitik keinen Plan und kein Konzept gehabt – „das war letztlich schlimmer als nur leichtfertig, ihre Politik hat viel Unsicherheit und Ängste erzeugt und die AfD groß gemacht.“

Wagenknecht sprach sich nicht grundsätzlich gegen ein rot-rot-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl aus, äußerte aber ihre vehementen Zweifel, ob das mit einem SPD-Kanzlerkandidaten Sigmar Gabriel zu machen sei. Gabriel habe in seinem Leben „schon so viele Pirouetten gedreht, woher soll der Wähler noch wissen, wofür er steht?“ Mit einem „glaubwürdigen Hoffnungsträger an der Spitze der SPD“ wäre dagegen nach Ansicht Wagenknechts Merkel bei der Bundestagswahl im Herbst zu schlagen. Quelle stern. – Sabine Grüngreiff – Gruner+Jahr, STERN

Offener Weihnachtsbrief an Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

wie fühlen Sie sich? Sind Sie in vorweihnachtlicher Stimmung? Freuen sich auf ein paar unbeschwerte, ruhige und besinnliche Tage im Kreise Ihrer Familie, mit Ihrem Mann und vielleicht weiteren Lieben? Ich kann mir das kaum vorstellen.

Seit dieser Woche gibt es noch mehr Menschen, die Sie übel beschimpfen und Ihnen, auch ganz kurz vor Heiligabend, das denkbar Schlechteste wünschen. In der AfD, aber auch – hinter vorgehaltener Hand – an den rechten Rändern von CSU und Ihrer Partei, heißt es: „Es sind Merkels Tote! Sie trägt Mitschuld am Tod von zwölf Menschen!“

Sind Sie wirklich mitverantwortlich für die Morde vor der Berliner Gedächtniskirche? Nein, natürlich nicht. Schuld an einem Mord haben der Täter, eventuelle unmittelbare Helfer oder Anstifter. Sie haben nicht an einem vorsätzlichen Tötungsdelikt mitgewirkt, Sie haben keine Schuld. Sie sind auch nicht verantwortlich oder mitverantwortlich für den Tod der Freiburger Studentin Maria oder für den Überfall auf eine chinesische Familie, die Mitte Juli im Zug von Würzburg unterwegs ins beschauliche Rothenburg ob der Tauber war; Sie wollten niemandes Schädel mit einer Axt gespalten sehen. Es trifft Sie auch keine Mitschuld an den widerlichen Grapschereien der Kölner Silvesternacht, an sexuellen Übergriffen auf Frauen und Kinder, Angriffen auf Christen und vermutete Homosexuelle und ungezählte weitere Gewalttaten in Flüchtlingsheimen, all das ist nicht Ihre Verantwortung, all das haben Sie weder gewollt noch aktiv unterstützt.

Aber Sie sind verantwortlich dafür, dass die Täter nach Deutschland gekommen, dass sie jetzt Täter bei uns und nicht in ihrer Heimat sind und in unserem Land bleiben dürfen, egal was sie verbrochen haben. Sie fordern immer wieder vermehrte und beschleunigte Rückführungen, Sie unternehmen aber nichts dafür, dass das passiert. Viele Tausend zugewanderter Schläger, Grapscher, Vergewaltiger, Taschendiebe, Drogenhändler, Einbrecher und auch Mörder können bleiben, viele davon völlig unbehelligt, man ermittelt nicht einmal gegen sie. Sie äußern Unmut darüber nur dann, wenn das Volk das erkennbar ungeduldig von Ihnen verlangt, z. B. nach der Kölner Silvesternacht oder eben jetzt. Anis Amri war den Behörden lange als islamistischer „Gefährder“ bekannt, die Behörden kennen heute ca. 550 weitere Gefährder, mehr als viermal so viel wie 2011, und beobachten sie; mehr nicht. Warten wir auf noch 550-mal 12 Tote? Vielleicht auch mal 80, wie in Nizza? Man hat nicht den Eindruck, dass Sie das interessiert.

Alle wissen, dass man sich nicht vor Attentätern schützen kann, denen vollständig egal ist, wen sie umbringen und ob sie selbst dabei ums Leben kommen. Warum beherbergen wir dann solche Leute? Sie können jederzeit zuschlagen. Morgen, am Heiligen Abend, gibt es in über 40.000 deutschen Kirchen für Islamisten die Gelegenheit, eine große Zahl von Menschen umzubringen. Es ist wirklich sehr einfach.

Auch wenn das hoffentlich nicht eintrifft, wird es morgen viele Menschen geben, für die diese Weihnacht, anders als in den Vorjahren, kein Fest der Freude ist: Marias Familie und Freunde; Vater, Witwe und Sohn des polnischen LKW-Fahrers Lukasz Urban; die Angehörigen der übrigen Todesopfer des Weihnachtsmarkt-Attentats, die 50 Verletzten; auch die Schausteller, denen ihr Weihnachtsgeschäft ruiniert wurde und die Polizisten, die jetzt, nach dem Attentat, zu Tausenden mit Maschinenpistolen in Eiseskälte vor Weihnachtsmärkten stehen müssen, nur weil Politiker irrig annehmen, das beruhige ihre Untertanen; der italienische Polizist Christian Movio, mit dem Leben und einem Schrecken davongekommen, aber verletzt; die große Zahl derer, die vor Gewalt und Verfolgung zu uns geflohen sind und hier in Flüchtlingsheimen Gewalt und Verfolgung erleben, Opfer von Schlägern und Triebtätern werden, als Christen oder Schwule bedroht, geschlagen, gedemütigt und bespuckt werden; und nicht zuletzt die Mehrheit der anpassungsbereiten und lernwilligen Zuwanderer, die immer noch unbeschäftigt in menschenunwürdigen Aufnahmeeinrichtungen gehalten werden.

Ich wünsche Ihnen, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, frohe und heitere Festtage, einen vergnüglichen Jahreswechsel, Gesundheit, viele beglückende Begegnungen und Leichtigkeit im Neuen Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Ernst v. Randow – Partei Liberal-Konservative Reformer

4 Meinungen bis jetzt. Fühlen Sie sich frei der Diskussion beizutreten.

  1. Anonymous Sonntag, 8. Januar 2017, 14:48 um 14:48 - Reply

    Ohne Merkel keine Terroropfer in Deutschland; so ist das!!!

  2. Anonymous Samstag, 7. Januar 2017, 5:13 um 5:13 - Reply

    Brauchen wir tatsächlich noch mehr Fachkräfte für Kriminalität und Terror? Andere scheinen nicht zu kommen.
    Der Koran erlaubt das Lügen und Betrügen nicht nur, sondern er fordert nachdrücklich dazu auf.
    Eine Million Muslime mit zwei Identitäten macht zwei Millionen mal Sozialhilfe. Anis Amri hatte 14 Identitäten und kassierte die Sozialhife mehrfach. So wird der verschuldete Staat die schwarze Null niemals schreiben können.
    Aber wir begreifen, warum Krankenkassenbeiträge erhöht, Rentenansprüche gekürzt, die Polizei kaputtgespart und Schulen massenhaft geschlossen werden.
    Was dem deutschen Bürger gestohlen wird, das wird von der eigenen Regierung zur Terrorfinanzierung eingesetzt.
    Merkel will nicht die Umvolkung. Sie will unsere Vernichtung.

    • Anonymous Samstag, 7. Januar 2017, 10:12 um 10:12 - Reply

      Anders lässt sich das auch nicht begreifen!

  3. Hells Angies Freitag, 6. Januar 2017, 13:36 um 13:36 - Reply

    So ist das eben, irgendwie ist man doch auch für seine Gäste mit verantwortlich. Vor Allem, wenn man es nicht rafft, diese nach Straftaten oder auch sonstigem danebenbenehmen oder Äußerungen zur Nichtanerkennung der Leute, die schon länger hier sind, dieses Volk wieder dahin zu schicken, wo sie hergekommen sind. Ach ja, man kann sie ja gar nicht ohne Papiere, die sie aber komischerweise bei der Einreise schon nicht gehabt haben, wieder abschieben. Was für ein Schwachsinn.

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