Neujahrsansprache: Merkel beschwichtigt Bürger

Das Problem mit Gut und Böse

Die Bundeskanzlerin hat die Deutschen zu mehr Zuversicht aufgerufen – in Zeiten schwerer Prüfungen, wie Angela Merkel sagte. Vielleicht hilft Zuversicht ja und alles ist nur eine Frage der Betrachtungsweise. Doch an dieser Stelle beginnt das Dilemma, das prägend für 2017 sein wird. Wie sind die Dinge zu betrachten?

Veröffentlicht am Montag, 02.01.2017, 7:41 von Magnus Hoffestett

Die einfachste Frage dabei ist die nach der Unterscheidung zwischen Gut und Böse. Seien wir ehrlich: die beiden Schubladen helfen bei der Orientierung im Leben. Mancher mag das Klischee nennen, doch wir brauchen wohl eine solche moralische Basis. Allein – es verstärkt sich der Eindruck, dass es immer weniger Personen und Themen gibt, die zu Recht in die Kategorie für Gut und Böse gehören. Längst ist aus dem Zwei-Schubladen-Kästchen eine gewaltige Kommode mit unüberschaubar vielen Fächern geworden. Mancher denkt an die Zeiten des Kalten Krieges zurück, als es (vermeintlich) einfach war, Gut und Böse voneinander zu trennen.

Passend zum Thema

Der Westen mit Freiheit und Demokratie schien die Verkörperung des Guten zu sein, der Osten mit diktaturähnlichen Gesellschaften die des Bösen. Aber nehmen Sie mal die Position eines DDR-Bürgers ein und schon wird es komplexer. Und heute? Scheitern wir mit dem einfachen Schubladen-System. Beispiel: Terror ist das Grundböse. Wer ihn bekämpft, ist der Gute. Unbestritten. Doch tatsächlich argumentieren wir mit Grautönen. Verübt der IS einen Anschlag, hält unsere Betrachtung stand. Waren es Kurden, beginnen Diskussionen über Ursache und Wirkung und die Frage: Wem kommt welche Rolle zu? Blicken wir nach Syrien! Machthaber Assad steht auf der Seite des Bösen. Der IS auch. Andere islamistische Rebellen wohl ebenso. Dabei hatten die Rebellen zu Anfang noch klar die Rolle des Guten inne. Und was gilt für Russland, das Aleppo bombardiert hat? Wer also kommt für den Part des Guten überhaupt in Frage? Selbst in Washington wird es komplex. Trump in der Rolle des Bösewichts, der die freie Demokratie bedroht.

Aber eben Präsident der USA, des wichtigsten Verbündeten des westlichen Europas. Und schließlich bei uns: Aggression gegen sogenannte Gutmenschen, die sich für Flüchtlinge einsetzen; zugleich ein teils hilfloser, leugnender Umgang mit den Problemen, die die Zuwanderung mit sich bringt. Wir müssen damit leben, dass die Welt eine große Kommode der vielfältigen Einordnungen ist. Zuversicht kann da durchaus helfen. Ein klarer Blick, vorsichtigere Bewertungen und der Mut, voreilige Fehleinschätzungen einzugestehen, sind jedoch wichtiger. Martin Fröhlich – Neue Westfälische

Für Sicherheit und Freiheit: Warum es eine faire Debatte um Flüchtlinge und Terror geben muss

Wir sollten uns vom Terror nicht einschüchtern lassen. Das ist für 2017 sicherlich ein guter Vorsatz. Weiterzuleben und dabei möglichst die Errungenschaften unserer Gesellschaft bewahren – die freier, offener und menschenfreundlicher ist als diejenigen vieler anderer Staaten. So ähnlich haben wir das in den Neujahrsansprachen gehört, ob nun von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) oder den Ministerpräsidenten Sachsens und Brandenburgs, die den Zusammenhalt betonen. Recht haben sie alle. Allein das Beschwören der Werte reicht aber nicht. Denn das haben wir im vergangenen Jahr lernen müssen: Zwar zeigt sich, dass die meisten Flüchtlinge als Schutzsuchende nach Deutschland kommen. Und es wäre unanständig, den aus zerbombten Städten wie Aleppo in Syrien Geflohenen nicht zumindest diesen Schutz zu gewähren. Es ist jedoch auch klar geworden, dass sich Gewalttäter und Mörder unter die Flüchtlinge gemischt haben. Das belegt nicht allein der grausame Lkw-Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten.

Mit dem mutmaßlichen Attentäter Anis Amri ist der Terror auch in der Region angekommen. Unter den Toten von Berlin war eine Frau aus dem Landkreis Dahme-Spreewald. Es geht also um eine wirkliche Gefahr. Darüber wird nicht nur zu sprechen sein – auf Augenhöhe mit allen, denen das Angst macht und die ein Recht darauf haben, dass dieser Staat sie angemessen schützt. Es hilft also nicht, Gefahren und Bedrohungen hierzulande kleinzureden. Was den Verantwortlichen, den gewählten Regierenden, Parlamenten und Behörden bleibt, ist, auf Basis der demokratischen Rechtsordnung zu handeln. Mehr Polizei, Änderungen von Gesetzen, da wo es nottut: Auch solche Konsequenzen kündigen die genannten Neujahrsredner bereits an. Wie weit der Staat dabei gehen sollte, das wird 2017 Gegenstand der öffentlichen Debatten, des Bundestagswahlkampfs werden. Dabei ist die Aufgabe nicht einfach, Sicherheit zu erlangen, ohne die Grundrechte und damit die Grundfesten unseres Landes zu sehr einzuschränken.

Und schon gar keine nationale Angelegenheit. Genau so ist Diplomatie und hierbei Engagement Deutschlands gefragt – in diesem neuen Jahr – damit aus einer fragilen Waffenruhe wie in Syrien eine friedlichere Zukunft entstehen kann. Mit billigen Sprüchen – man möge die Grenzen dichtmachen, die Flüchtlinge abschieben oder Ähnlichem – kommt Deutschland da nicht weit, weder politisch noch ökonomisch. Insofern ist es wichtig, jenseits von Appellen die Debatte zu führen, wie Deutschland sich besser schützen kann. Ohne seinerseits Frieden, Wohlstand und Freiheit aufs Spiel zu setzen. Lausitzer Rundschau

17 Meinungen bis jetzt. Fühlen Sie sich frei der Diskussion beizutreten.

  1. Anonymous Samstag, 18. Februar 2017, 1:56 um 1:56 - Reply

    Könnten hinzu gekommen sein. Könnte sein. Ach wie fein.
    Heiligenschein, hat man vergessen, um Angelas Haupt, den Heiligenschein.

  2. Anonymous Samstag, 18. Februar 2017, 1:18 um 1:18 - Reply

    Schickes Jäckchen, Wildseide in himmelblau. So feiert man Neujahr.

  3. Anonymous Donnerstag, 5. Januar 2017, 21:37 um 21:37 - Reply

    Je eher sie + desto besser für Deutschland!

  4. Glasauge Dienstag, 3. Januar 2017, 21:13 um 21:13 - Reply

    Keiner sollte Glauben, was Frau Merkel in ihrer Neujahrsansprache alles gesagt hat- und keiner von uns Deutschen sollte sich beschwichtigen lassen.

    Ich wette mein Leben- es kommt alles anders als die Politiker uns einreden wollen. Daran sollten wir immer denken und in diesem Jahr an der richtigen Stelle unser Kreuz machen.

    Es ist wichtig, nicht zu resignieren sondern wir sollten zur kommenden Wahl unbedingt gehen und auch an der richtigen Stelle unser kreuz setzen. Nur so kann sich in Deutschland einiges ändern!!!!

  5. Angela Dienstag, 3. Januar 2017, 18:25 um 18:25 - Reply

    Frau Merkel ist eine Volksverräterin; ihr haben wir doch den ganzen Terror in Deutschland zu „verdanken“. Ihren Eid hat sie zum Wohle des Deutschen Volkes geleistet; nicht zum Wohle des Islams! – Eine Schande ist das ALLES, was diese Frau aus meiner Heimat gemacht hat!!!!!!!

  6. Anonymous Montag, 2. Januar 2017, 21:37 um 21:37 - Reply

    Es gibt nix zu beschwichtigen, überall in Deutschland gab es an Silvester Übergriffe von Asylanten auf Frauen.
    Und das ist täglich so!
    Terror, Mord, Vergewaltigung und sonstige Gewalttaten von Asylanten sind täglich im Internet zu finden!
    Irgendwie müsste dem letzten Gutmenschen klar sein, daß insbesondere von den muslimischen Asylanten ein extremes Agressionspotential ausgeht.
    Es wird nicht funktionieren, man kann aus wilden Wölfen keine Schosshunde machen, auch wenn du es dir noch so wünschst!
    Asylstopp, konsequente Abschiebung und dem Islam Einhalt gebieten.
    Der deutsche Bürger ist über die Grenze des Zumutbaren in die Pflicht, besser in die Zange genommen worden.
    Deutschland kann und will nicht die ganze Welt retten!
    Bitte verschwinden Sie von der Bildfläche Merkel!!!

  7. Anonymous Montag, 2. Januar 2017, 18:56 um 18:56 - Reply

    Vor genau zwei Wochen traf der ISIS-Terror die deutsche Hauptstadt: Attentäter Anis Amri raste mit einem Lkw über den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche, tötete 12 Menschen und verletzte Dutzende zum Teil schwer.

    Aber nicht erst seit dem Albtraum vom 19. Dezember sind deutsche Sicherheitsbehörden in höchster Alarmbereitschaft! BILD liegen neue Akten vor, die zeigen, dass es immer mehr Hinweise auf ISIS-Zellen in Deutschland gibt – und vier namentlich bekannte Terroristen könnten hinzugekommen sein!

    • Anonymous Samstag, 18. Februar 2017, 1:50 um 1:50 - Reply

      Es sind gerüchte im Umlauf, das das Fake gewesen sein soll

    • Anonymous Samstag, 18. Februar 2017, 1:53 um 1:53 - Reply

      Und wie lauten die Namen?
      Kann man einen Scheiß drauf geben auf nicht genannte Namen. Außerdem soll es ja sogenannte Mehrfachidentitäten geben.

  8. Anonymous Montag, 2. Januar 2017, 17:28 um 17:28 - Reply

    Ein syrischer Flüchtling aus Saarbrücken hat den IS nach Angaben der deutschen Sicherheitsbehörden um Geld für Anschläge mit sprengstoffbeladenen Fahrzeugen auf größere Menschenmengen gebeten. Der 38-Jährige sei bereits am Samstag von Spezialeinsatzkräften in der saarländischen Landeshauptstadt festgenommen worden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei dort am Montag mit.

    Demnach nahm der Mann über den Messenger-Dienst Telegram Kontakt zu einem mutmaßlichen IS-Vertreter in Syrien auf und forderte 180.000 Euro, um entsprechende Anschläge in Deutschland, Frankreich, Belgien sowie den Niederlanden zu begehen. Er sitzt seit Sonntag wegen des Vorwurfs der Terrorismusfinanzierung in U-Haft.
    Keine akute Bedrohung

    Hinweise auf akute Bedrohungen etwa im Zusammenhang mit Silvesterfeierlichkeiten hätten die bisherigen Ermittlungen nicht ergeben, betonten Staatsanwaltschaft und Polizei. Es gebe bisher keine Erkenntnisse darüber, dass der Mann bereits Fahrzeuge präpariert habe.

    Auf die Spur des Manns kamen die Ermittler nach Angaben der Staatsanwaltschaft unter anderem durch einen „Hinweisgeber“, der sich an das Bundeskriminalamt (BKA) gewandt hatte. Auf einem Handy des Beschuldigten sicherten sie später auch die Verläufe der Chats, die dieser mit dem mutmaßlichen Kontaktmann bei der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) führte. Der 38-jährige Asylwerber selbst räumte demnach Kontakte zu der Miliz ein, bestritt jedoch „terroristische Absichten“.

    Den beschlagnahmten Chat-Verläufen zufolge wollte der Mann Fahrzeuge kaufen und jeweils mit 400 bis 500 Kilo Sprengstoff beladen, wie die Ermittlungsbehörde mitteilte. Er habe diese selbst oder durch andere in „Menschenmengen“ zur Explosion bringen wollen, „um auf diese Weise eine unbekannte Vielzahl von Menschen nicht muslimischen Glaubens zu töten“.
    180.000 Euro

    Pro Fahrzeug habe er mit einem Kaufpreis von 22.500 Euro kalkuliert, insgesamt 180.000 Euro gefordert. Er habe sich so „Vermögenswerte“ für eine Tat verschaffen wollen, deren erklärtes Ziel es gewesen sei, die Bevölkerung „in erheblicher Weise einzuschüchtern“.

    • Rumsbumsbums Samstag, 18. Februar 2017, 1:09 um 1:09 - Reply

      In erheblicher weise einzuschüchtern. Ach wie süß.
      und wie lautet die Übersetzung der verschlüsselten Botschaft?
      Einschüchterungng, oder hat es was mit den Zahlen zu tun?

    • Anonymous Samstag, 18. Februar 2017, 1:47 um 1:47 - Reply

      Ist das geschmückte Bäumchen die 16 meter hohe Nordmanntanne, die exta aus dem Saarland beigeschafft wurde, gefällt an dem Tag als unsere Kanzlerin hier in Saarbrücken war, kurz bevor sie dann pünktlich Obama um 15 oder 16 Uhr 30 in Berlin traf wohin er frisch aus Griechenland einflog. AltMeier soll dem Tannendeal gemacht haben. Aus Rehlingen Siersburg solle sie stammen. was hat das denn gekostet, und was hat man mit Obama verkostet.

      • Anonymous Donnerstag, 30. März 2017, 13:33 um 13:33 - Reply

        Ei, Altmaier ist doch aus dem Saarland, wahrscheinlich war er bei der Pflanzung des Bäumchens damals schon dabei dabei. und die CDU hat bei der Landtagswahl stimmen dazu gewonnen, dann hat es doch günstige Auswirkungen gehabt für seine Partei, und Merkel hatte die stolze Nordmanntanne wahrscheinlich im Handgepäck mitgenommen. Keine zusätzlichen Transportkosten, die den Steuerzahler belastet hätten.

  9. Anonymous Montag, 2. Januar 2017, 11:09 um 11:09 - Reply

    Die Basis des Bösen ist die Lüge.

  10. Anonymous Montag, 2. Januar 2017, 10:48 um 10:48 - Reply

    Wer glaubt dieser Person überhaupt noch was? Ich kenne niemanden.

    • Anonymous Montag, 2. Januar 2017, 11:12 um 11:12 - Reply

      Sie lügt, sobald sie den Mund auf macht.

  11. Anonymous Montag, 2. Januar 2017, 9:07 um 9:07 - Reply

    UNSÄGLICH, wie immer!!!

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