Links-Grüne und Nafri: Wer Vergewaltigungen verhindert ist ein Rassist

Posted on Jan 3 2017 - 8:06am by Magnus Hoffestett

Köln und Rassismus-Vorwürfen: Simples Tätermuster?

Zuerst das Positive: Die Silvesternacht von Köln lief weitaus glimpflicher und friedlicher ab als letztes Jahr. Zum Glück. Die Behörden verhielten sich kommunikativ; der Verdacht der Vertuschung konnte nicht aufkommen. So weit, so gut. In der Haut der Kölner Polizeiverantwortlichen wollte wohl niemand stecken, außer einigen extra rechten Hardlinern vielleicht. Dass die Beamten vornehmlich Leute stoppten und kontrollierten, die dem Täterbild bei den frauenfeindlichen Übergriffen des letzten Jahres entsprachen, erscheint einerseits plausibel. Und wirkt andererseits hilflos. Der Vorwurf rassistischer Voreingenommenheit an die Polizei gewinnt spätestens mit dieser Erklärung eines hochrangigen Polizeigewerkschafters an Brisanz: »Wenn eine nordafrikanische Person im Verdacht steht, eine Straftat zu begehen, ist sie ein Nafri.«

Nafri steht im Beamtenjargon für nordafrikanischer Intensivtäter, wie wir nun wissen. Sollte die vermeintliche Beweislogik des Gewerkschaftsfunktionärs polizeiliches Allgemeingut sein, dann ist deutlicher Widerspruch angesagt. Denn ein Mensch, egal woher, der eine Straftat begehen könnte, ist höchstens ein Verdächtiger und noch längst kein Täter, erst recht kein Intensivtäter. Dieser Unterschied sollte Beamten selbst bei heiklen Einsätzen geläufig bleiben. Alles andere würde der Behördenwillkür das Tor weit öffnen, wäre eine Zumutung letztlich für jeden, der sich im öffentlichen Raum bewegt – und eine Kapitulation des Rechtsstaats. neues deutschland

Die Guten ins Töpfchen die Schlechten ins Kröpfchen

Bis in die 60er Jahre gab es in den USA Restaurants, Parkbänke und Toiletten nur für „Weiße“ und im Apartheidsregime Südafrikas bis Ende den 20. Jahrhunderts Strandabschnitte nur „für Angehörige der weißen Rasse“. Am Kölner Hauptbahnhof wurden am Silvesterabend 2016 zwei Türen als alleinige Ausgänge zur Domplatte hergerichtet. Im zuvor vorgestellten Sicherheitskonzept war davon nicht die Rede. Auch die Bundespolizei habe laut Medienberichten eine solche Vorgabe nicht gegeben. Die Ankommenden wurden über diese Türen im Ausgangsbereich des Bahnhofs in zwei Gruppen geteilt.

Nach dem katastrophalen Versagen der Sicherheitsbehörden und aller Verantwortlichen zu Silvester 2015 sollte der Jahreswechsel 2016 „geregelt“ stattfinden. Aber erneut schlug die Strategie fehl: Die vor Ort agierenden Einsatzkräfte griffen etwa nicht gezielt auffällige Menschen auf und kontrollierten diese, sondern separierten „Weiße“ von äußerlich anders aussehenden Menschen. Über die beschriebenen Ausgänge separierte die Polizei die von ihnen so bezeichnete „Klientel“ zu den verschärften Kontrollen von Weißen und Frauen im Allgemeinen.

Michele Marsching, Spitzendkandidat der Piraten zur Landtagswahl 2017 zu den Vorfällen: „Das ist nicht nur Racial Profiling, das ist Separation. Verdachtsunabhängige Personenkontrollen, weil Menschen aufgrund ihres Aussehens unterstellt wird, kriminell zu sein, nur weil sie anders aussehen, einer anderen ethnischen Gruppe oder Religion angehören, lehnen wir rigoros ab. Wenn man das weiterdenkt … :(“

Thomas Hegenbarth, Sprecher der Piraten im Rat der Stadt Köln ergänzt: „Das Ziel der Einsatzkräfte war richtig. Rassismus ist allerdings nie eine Lösung. Wer öffentlich von Klientel und ‚Nafris‘ spricht, schürt Fremdenhass.“ Dennis Deutschkämer – Piratenpartei Deutschland

Kritik an der Kölner Polizei wegen des Einsatzes in der Silvesternacht

Anstatt den Hunderten Polizisten zu danken, dass sie in der Silvesternacht für Sicherheit am Kölner Hauptbahnhof gesorgt haben, beklagen sich einige politische Bedenkenträger nun über den Begriff „Nafri“ in einem Tweet der Beamten. Im polizeilichen Sprachgebrauch steht er für „Nordafrikaner“. Die an den Haaren herbeigezogene Empörung über diese Nebensächlichkeit vernebelt nur den Blick auf das Wesentliche. Denn die meisten Beamten hätten an Silvester sicherlich etwas Besseres vorgehabt, als am Bahnhof Dienst zu schieben. Dass ihr Einsatz dringend notwendig gewesen ist, zeigt der Umstand, dass sich wie im vergangenen Jahr Hunderte Männer offenkundig nordafrikanischer Herkunft verabredet hatten und nach Angaben der Polizei sehr aggressiv auftraten.

Wer da immer noch so tut, als sei die Verwendung des richtigen Wortes in einer 140 Zeichen-Mitteilung bei Twitter wichtiger als die Verhinderung von schlimmen Straftaten, der hat die Dimension dessen, was seinerzeit in Köln passiert ist, nicht begriffen. Übrigens gibt es auch noch andere Abkürzungen für so manche Herkunft, bei deren Verwendung nicht gleich die Rassismus-Keule rausgeholt wird: „Amis“ für Amerikaner, „Tommies“ für Briten, „Ösis“ für Österreicher, „Krauts“ für Deutsche, Wessis, Ossis – die Liste lässt sich noch verlängern. In dieser speziellen Situation, vor dem speziellen Hintergrund der Ereignisse des vergangenen Jahres war es außerdem richtig, nach in Augenscheinnahme der Personen rasch und konsequent zu handeln. Die meisten Beamten haben im polizeilichen Alltag ein sicheres Gespür dafür, von wem wann welche Bedrohung ausgehen könnte. Und da es immer häufiger bei öffentlichen Veranstaltungen und Feiern eines großen Polizeiaufgebots bedarf, sollte dies die Politik deutlich mehr aufschrecken als die Verwendung des Wortes „Nafri“ in einem Tweet. Lausitzer Rundschau

13 Comments so far. Feel free to join this conversation.

  1. Anonymous Donnerstag, 19. Januar 2017, 10:31 at 10:31 - Reply

    Am Besten bei den nächsten Veranstaltungen auf Polizei Präsenz verzichten. Wer hin geht tut es auf eigene Gefahr und dann können solche Diskussionen vermieden werden.

  2. Anonymous Donnerstag, 5. Januar 2017, 19:20 at 19:20 - Reply

    Welche Partei ist überhaupt wählbar?Jede Partei lügt um an die Macht zukommen oder an der Macht zu bleiben. Ich halte das ganze System für falsch. In einer Demokratie sollte das Volk die Macht haben. Und auch über die Regierung herrschen. Wir sollten bestimmen wo es lang geht. Und in Einzelfällen sollten wir auch ganz legal die Regierung ausser Kraft setzen dürfen. Vorausgesetzt,die Mehrheit wäre dafür

  3. Nafris & Gender II Dienstag, 3. Januar 2017, 20:41 at 20:41 - Reply

    Es zeigt sich einmal wieder mehr:
    Grüne und Linke sind zu nicht wählbaren Parteien mutiert.

  4. Anonymous Dienstag, 3. Januar 2017, 18:22 at 18:22 - Reply

    Und die Nafris lachen sich schlapp über unsere Rassismus-Debatten und freuen sich über den roten Teppich der ihnen bei uns für ihre Verbrechen ausgerollt wird.

  5. Anonymous Dienstag, 3. Januar 2017, 16:54 at 16:54 - Reply

    Applaus!
    Ihr habt das neue Jahr mit Genörgel an der Polizei begonnen, noch bevor die Leute von ihrer Sonderschicht heim gekommen sind.

  6. Anonymous Dienstag, 3. Januar 2017, 15:02 at 15:02 - Reply

    Werden die Piraten gesponsort, dafür, daß sie jetzt mal schnell Trittbrett fahren auf der Antirassismuswelle?
    Fällt denen nichts besseres ein, wenn sie alle paar Monat mal einen kleinen Auftrittt in der Medienlandschaft geben?

  7. Anonymous Dienstag, 3. Januar 2017, 14:41 at 14:41 - Reply

    Und die Piratenpartei muss auch noch ihren Senf dazu geben. Proost Neujahr!!

  8. Anonymous Dienstag, 3. Januar 2017, 14:37 at 14:37 - Reply

    So, ihr priratenschlauen. Es heißt DAS Klientel. Wie sich diese Ausführungen lesen, war die „Separation“ gar nicht so simpel, wie ihr uns das hier glauben machen wollt.
    Äußerlich anders aussehende Menschen wurden von Weißen und Frauen separiert. -Also, wie Menschen haben sie ausgesehen aber nicht wie Weiße oder Frauen.-
    Was für Frauen? Nur weiße Frauen, oder ist das eine eigene Rasse ? Frauen? Wurden auch außerlich anders aussehende Menschen zum verdächtigen Klientel separiert, die trotzallem wie Frauen aussahen? Oder nur Männer?
    Dann wäre das doch wohl eher Sexismus….

  9. Anonymous Dienstag, 3. Januar 2017, 13:29 at 13:29 - Reply

    Die Polizei hat das sehr gut gemacht.
    Außerdem waren sie ja von vornerein bestellt. Wieviele mussten im Einsatz sein? Zwei Demonstrationen konnten nicht genehmigt werden, weil die Kapazität der Polizei nicht mehr dazu ausreichte.
    Und stell sich mal einer vor, die vielen Polizisten haben nicht nur rumgestanden, die haben gearbeitet, weil……
    Ihr könnt kein Haar in der Suppe finden und schüttelt jetzt so lange den Kopf bis eins reinfält.
    Gerade ihr Verballhorner, ihr Missbraucher der Sprache
    regt euch auf.

  10. Anonymous Dienstag, 3. Januar 2017, 13:17 at 13:17 - Reply

    Soso. Im Apartheitsregime gab es Strandabschnitte nur für Angehörige der weißen Rasse.
    Was hat das hiermit zu tun?
    Und die Schwarzen haben in Slums gelebt und wurden von den Weißen als Dienstsklaven gehalten.
    Wenn mann das weiterdenkt, wie sie so bedeutungsschwanger andeuten, sollte man nicht außer Acht lassen dass dort in Südafrika die Einheimischen unterdrückt wurden, von den Eindringlingen.
    Dort haben zwar Weiße Schwarze unterdrückt, aber wenn wir den Rassismus beiseite lassen, haben Eindringlinge Einheimische unterdrückt. – Schwätzer-
    Der Piratenpartei auch in Frohes Neues Jahr

    • Anonymous Dienstag, 3. Januar 2017, 13:42 at 13:42 - Reply

      Und wer die USA als Beispiel ins Spiel bringt, sollte mal nicht verfessen, dass dort Weisse zwar Schwarze als Sklaven ins Land geholt hatten,—–aber da waren ja auch noch die Einheimischen, die von Eindringlingen fast ausgerottet wurden. Lassen wir den Rassismus wieder beiseite, waren es Eindringlinge die Einheimische vertrieben und gemordet haben.

  11. Anonymous Dienstag, 3. Januar 2017, 13:14 at 13:14 - Reply

    Bla, bla, bla…
    Stattdessen:
    Danke liebe Polizei für die gute und richtige Arbeit!

  12. Anonymous Dienstag, 3. Januar 2017, 13:03 at 13:03 - Reply

    Ja, Herr Hegenbarth, und sie schüren gerade Piratenhass.

Leave A Response