Islamismusexperten fordern mehr Prävention vor Radikalisierung in der Schule

50 000 Terroristen in der EU

In einem Interview mit der spanischen Tageszeitung El Mundo enthüllt der EU-Koordinator für Terrorismusbekämpfung, Gilles de Kerchove von Ousselghem, dass laut seinen Diensten, es derzeit mindestens 50 000 radikalisiert e Leute in der Union gibt. Kerchove betont, dass wenn radikalisiert sein eine politische Meinung ist, werden als solche nur jene Personen betrachtet, die terroristische Handlungen zu begehen im Stande sind. Die Zahl von 50 000 ist vielleicht weniger als die Realität, weil die Mitgliedstaaten der Union nicht die gleiche Art anwenden um Verdächtige zu klassifizieren. „Das Vereinigte Königreich hat 20 000 bis 35 000 Radikale identifiziert. Davon gelten 3000 für den MI5 als alarmierend und 500 unterliegen bestimmter und ständiger Überwachung. Die Franzosen zählen 17 000 Radikale, mit ihren eigenen Kriterien und Standards“, erklärt er. Diese Zahlen berücksichtigen nur die auf dem Territorium der Union anwesenden Personen. Man sollte daher die Staatsangehörigen der EU Staaten, die in die Levante gefahren sind um Dschihad zu machen und die nach Hause zurückkehren könnten, dazurechnen. Trotz Aussagen von einigen Politikern gibt es keine verlässliche Schätzung dieser Bevölkerung. In dieser Lage ist es natürlich unmöglich, alle Radikalen der Union zu überwachen und mögliche Attentate zu verhindern. Horst Fröhlich – Voltairenet

Veröffentlicht am Donnerstag, 07.09.2017, 9:06 von Magnus Hoffestett

Wissenschaftler Michael Kiefer und Rauf Ceylan: „Muss Teil der Lehrerausbildung werden“

Im Kampf gegen Islamismus muss die Schule eine größere Rolle spielen, fordern die beiden Islamwissenschaftler Rauf Ceylan und Michael Kiefer von der Universität Osnabrück. Im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Kiefer: „Die Schule ist der zentrale Präventionsplatz. Hier sind alle jungen Menschen zwischen 6 und 18 Jahren zu finden. Allerdings glaube ich, dass die Politik das noch nicht ausreichend erkannt hat.“ Zuletzt hatten CDU und FDP in Niedersachsen zahlreiche Versäumnisse in Sachen Terrorabwehr kritisiert und eine bessere Zusammenarbeit der beteiligten Behörden verlangt. Ceylan und Kiefer verweisen darauf, dass vor allem in der Schule effektiv gegen Islamismus vorgegangen werden könne.

Die Lehrkräfte seien bundesweit jedoch noch nicht ausreichend geschult, sagte Kiefer. „Das muss Teil der Lehrerausbildung und -fortbildung werden“, fordert der Wissenschaftler. Außerdem müsse die Schulsozialarbeit besser aufgestellt werden. Die beiden Wissenschaftler schaffen mit ihrem neuen Lehrbuch „Radikalisierungsprävention in der Praxis“ einen Überblick über Präventionsprojekte in ganz Deutschland. „Das Thema Radikalisierung wird erst seit vier Jahren von der Zivilgesellschaft bearbeitet“, sagte Kiefer. Bislang hab es eine solche Bestandsaufnahme nicht gegeben. Ceylan und Kiefer identifizieren mehrere Probleme im Umgang mit radikalisierten Schülern: „Die eine Überreaktion ist, sofort den Staatsschutz anzurufen. Die andere ist Weggucken“, sagte Ceylan. Neue Osnabrücker Zeitung

Terroristen werden laut Experte Roy meist in Gefängnissen radikalisiert – „Sie sind vom Tod fasziniert“

Für den Islam-Experten Olivier Roy ist nicht eine gescheiterte Integration die Ursache für die Radikalisierung islamischer Jugendlicher. Auch würden diese in der Regel nicht in muslimischen Gemeinden radikalisiert, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Radikalisierung vollziehe sich vor allem in Gefängnissen oder in kleinen Gruppen. Verantwortlich für die Radikalisierung sei eine Dekulturation der Religion. Diese verbunden mit einer Faszination für den Tod bilde das tödliche Gemisch für den Terrorismus. „Sie glauben nicht an eine bessere muslimische Gesellschaft. Sie wollen nicht einmal leben, um in eine bessere Gesellschaft zu kommen, sondern sie haben einen apokalyptischen Blick für die Zukunft. Und mit diesem apokalyptischen Blick geht es nicht um Übermittlung oder um Rechtmäßigkeit, es geht nur ums Paradies, das ist alles“, sagt Roy. Kölner Stadt-Anzeiger

NRW will Sympathie-Werbung für Terror unter Strafe stellen

Landesjustizminister Biesenbach (CDU): „Je früher die Strafbarkeit greift, desto besser können die Behörden die Strukturen zerschlagen“

Die schwarz-gelbe NRW-Regierung will die Produktion von Propagandavideos terroristischer Gruppen wieder zu einem Straftatbestand machen. In einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen sagte Landesjustizminister Peter Biesenbach (CDU), er wolle „die Sympathie-Werbung für Terrorismus im Internet so schnell wie möglich wieder unter Strafe stellen“. Noch für den Herbst plane NRW dazu eine Bundesratsinitiative.

Bis zum Jahr 2002 gab es den Paragrafen 129b im Strafgesetzbuch, der eine Freiheitsstrafe für den Fall der Werbung für Terrorismus von bis zu zehn Jahren vorsah. Der Paragraf erschien der damaligen Mehrheit im Bundestag nicht mehr erforderlich – nach Biesenbachs Meinung „ein Fall von rot-grüner Sozialromantik“. Mit der Lebenswirklichkeit beim Kampf gegen den seinerzeit aufkommenden Islamismus habe die Abschaffung nichts zu tun gehabt.

Der nordrhein-westfälische Justizminister zog für seinen Vorstoß Zahlen von Twitter heran. Im Jahr 2015 habe der Kurznachrichtendienst rund 125.000 Nutzer im Zusammenhang mit Inhalten des Islamischen Staats gesperrt. „Je früher die Strafbarkeit in den sozialen Netzwerken greift“, sagte Biesenbach, „desto besser können die Strafverfolgungsbehörden die Strukturen aufgreifen und zerschlagen.“ Neue Westfälische

3 Meinungen bis jetzt. Fühlen Sie sich frei der Diskussion beizutreten.

  1. Frank Dienstag, 12. September 2017, 16:44 um 16:44 - Reply

    Ja, das ist und beinhaltet der Islam: Fordern, fordern und noch einmal fordern! Ist das nicht verrückt, die Leute werden in unser Land eingewunken, fordern und fordern, (mit welchem Recht eigentlich!), und wir müssen uns vor diesen Leuten schützen! Sagen Sie einmal, Frau Merkel, werden Sie inzwischen von den Saudis besoldet???

  2. Anonymous Samstag, 9. September 2017, 20:32 um 20:32 - Reply

    NOCHMAL:

    ISLAMVERBOT; und gut ist!!!

    Dieses Gehampel mit diesem Scheiß-Islam ist unerträglich und kostet unzählige Menschenleben!

  3. Anonymous Donnerstag, 7. September 2017, 10:10 um 10:10 - Reply

    Wie? Man hat Netwerkdurchsetzungsgesetz gemacht, und Sympathiewerbung für Terrorismus ist erlaubt, nicht strafbar, vom Meinungsfreiheitsgesetz geschützt?
    Man fand § 129b sei nicht mehr erforderlich?
    2002 war das?
    Was hatte man denn für Gründe, für die Unerforderlichkeit dieses Paragraphen? Galt der Terrorismus damals als ausgerottet? Hatte man zu wenig Personal und Belegplatze in den Strafvollzugsanstalten?
    –Aber eigentlich bin ich sprachlos. Der Minister für Innere Sicherheit soll sich mal dazu äußern. Er war ja damals auch schon tätig, und kann sich vielleicht daran erinnern, wie das war.

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